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Ein Drehtorantrieb (auch Flügeltorantrieb) macht aus einem manuellen Tor ein komfortables, sicheres Zutrittssystem. Ob Gartentor, Hoftor oder gewerbliche Zufahrt: Mit dem passenden Antrieb öffnen und schließen Sie Ihr Tor bequem per Handsender, Taster, Codeschloss oder – je nach System – per App.
Direkt zu den passenden Antriebsarten:
Ein Drehtorantrieb ist ein elektromechanisches System, das die Drehbewegung eines Motors in eine kontrollierte Schwenkbewegung eines oder zweier Torflügel überträgt. Der Motor wird über eine Steuerung geregelt und bewegt das Tor zwischen geschlossener und geöffneter Position – häufig mit Öffnungswinkeln von 90° bis 130°, bei Unterflurantrieben je nach Einbau auch darüber hinaus.
Ein komplettes System besteht typischerweise aus:
Die Betriebsspannung beeinflusst Komfort, Regelbarkeit und den passenden Einsatzbereich.
24V-Drehtorantriebe sind heute häufig der Standard im privaten Bereich und bei vielen gewerblichen Anwendungen:
230V-Drehtorantriebe sind besonders robust, wenn sehr schwere Tore oder hohe Dauerbelastung im Vordergrund stehen:
Damit ein Drehtorantrieb zuverlässig läuft und nicht „am Limit“ arbeitet, sind drei Punkte entscheidend: Einbaugeometrie, Windlast und Sicherheit.
Der wichtigste Punkt bei Drehtoren ist die Geometrie zwischen Drehpunkt (Scharnierachse), Pfosten und Montagepunkten. Gerade bei breiten Stein- oder Betonpfosten ist das der häufigste Grund, warum ein Antrieb später nicht sauber läuft.
C-Maß: Abstand vom Drehpunkt (Scharnierachse) bis zur Pfosten-/Mauerkante in Richtung der Montage. Ist dieser Abstand groß, wird es für klassische Spindelantriebe kritisch.
A/B-Maße: Montageabstände am Pfosten und am Torflügel. Diese Maße entscheiden, ob der Antrieb den Flügel sauber führen kann, ohne zu verkanten oder zu wenig Öffnungswinkel zu erreichen.
Praxisregel:
Ein vollflächiges Holz- oder Alutor wirkt bei Wind wie ein Segel. Das erhöht die Belastung auf Motor und Getriebe deutlich – auch wenn das Torgewicht „eigentlich“ noch passen würde.
Typische Maßnahmen bei windanfälligen Toren:
Automatisierte Tore gelten als kraftbetriebene Anlagen und müssen so betrieben werden, dass Personen, Fahrzeuge und Tiere geschützt sind. In der Praxis heißt das: Das Tor muss Hindernisse erkennen und sicher reagieren.
Wichtige Sicherheitsprinzipien (praxisnah):
Gängige Grundlage in Europa ist u. a. die EN 12453 (Sicherheit in der Nutzung kraftbetätigter Türen/Tore). Je nach Nutzungsszenario sind zusätzliche Maßnahmen sinnvoll – besonders bei automatischem Zulauf.
Empfohlenes Sicherheitszubehör:
Der Spindelantrieb öffnet/schließt über eine ausfahrende Spindel. Er ist häufig die erste Wahl bei typischen Gartentor- und Hoftor-Situationen mit schmaleren Pfosten.
Vorteile:
Typische Einsätze:
Mehr dazu: Spindeltorantriebe (Spindelgetriebe)
Gelenkarme arbeiten mit einem Knickarm und sind ideal, wenn Pfosten breit sind oder die Scharnierposition ungünstig ist.
Vorteile:
Typische Einsätze:
Mehr dazu: Gelenkarmantriebe
Unterflurantriebe verschwinden im Boden und wirken optisch besonders hochwertig. Sie werden in einer Fundamentbox montiert und greifen an der Drehachse an.
Vorteile:
Typische Einsätze:
Mehr dazu: Unterflurantriebe
Ein gutes Set deckt meist die Basis ab. Je nach Nutzung sind folgende Ergänzungen sinnvoll:
Viele Systeme lassen sich per App bedienen – häufig über ein kompatibles Modul, das an die Steuerung angebunden wird.
Passende Lösungen finden Sie hier: Smartphone-App
Wenn Motor, Getriebe oder Steuerung getauscht werden müssen, ist nicht immer ein kompletter Neukauf nötig. Häufig lassen sich einzelne Komponenten ersetzen – besonders bei Markenanlagen mit guter Ersatzteilversorgung.
Ersatzteile und Steuerungen finden Sie hier: Ersatzteile
Wenn Sie eine komplette Antriebseinheit ersetzen möchten:
Ersatz-Drehtorantriebe
Bei Drehtorantrieben ist die Marke wichtig: wegen Funkstandard, Steuerungslogik, Montageoptionen, Kompatibilität und Ersatzteilversorgung.
CAME – hochwertiges System-Ökosystem mit viel Zubehör und breiter Auswahl an Antriebsserien.
→ CAME
SOMMER – bewährte deutsche Qualität mit zuverlässiger Technik und verbreiteten Set-Lösungen für viele Standardsituationen.
→ SOMMER
King Gates – praxisorientierte Systeme mit guter Bedienbarkeit und starker Auswahl an Set-Konfigurationen.
→ King Gates
LIFE – robuste Antriebe, häufig gewählt, wenn Stabilität und langlebige Mechanik im Fokus stehen.
→ LIFE
Weitere Marken im Sortiment:
Bei breiten Mauersäulen sind Gelenkarmantriebe oft die beste Wahl, weil sie große Abstände und ungünstige Geometrien besser ausgleichen können.
Spindelantriebe passen häufig bei schmalen Pfosten und klarer Montagegeometrie. Gelenkarmantriebe sind flexibler bei breiten Pfosten, versetzten Scharnieren oder großen Abständen.
Diese Maße beschreiben die Geometrie zwischen Drehpunkt, Pfosten und Montagepunkten. Sie entscheiden, ob ein Antrieb sauber öffnet, den gewünschten Öffnungswinkel erreicht und mechanisch nicht überlastet wird.
Nicht in jeder privaten Standardsituation, aber in der Praxis sehr empfehlenswert – besonders bei automatischem Zulauf oder wenn Kinder, Haustiere oder Fahrzeuge die Torlinie kreuzen.
Blickdichte Tore erzeugen hohe Windlast. Zusätzlich kann schwergängige Mechanik (Bänder, Anschläge) oder falsch eingestellte Kraftbegrenzung zu Abschaltungen führen.
Ja, je nach Einbausituation und System. Besonders Gelenkarmantriebe sind bei schwierigen Geometrien oft flexibel einsetzbar.
Hochwertige Antriebe haben eine Notentriegelung, sodass das Tor manuell bewegt werden kann. Bei vielen 24V-Anlagen ist zusätzlich Notstrom per Akku möglich (modellabhängig).
Ja, wenn Antrieb und Steuerung kompatibel sind. Häufig ist dafür ein Modul nötig, das mit der Steuerung verbunden wird. Dann kann das Tor per App geöffnet und geschlossen werden.
Oft nicht. Häufig lassen sich Steuerungen, Kondensatoren, Getriebe oder Funkkomponenten ersetzen. Passende Teile finden Sie im Bereich Ersatzteile.
Typische Ursachen: schwergängige Torbänder, falsche Anschläge, zu knappe Dimensionierung, Windlast oder defekte Komponenten. Eine leichtgängige Mechanik ist die Grundlage für jeden Antrieb.
Regelmäßige Kontrolle von Befestigungen, Anschlägen, Torbändern sowie Funktionsprüfung der Sicherheitselemente (z. B. Lichtschranken) sorgt für ruhigen Lauf und längere Lebensdauer.
Das hängt vom Gewicht und vor allem von der Windangriffsfläche ab. Blickdichte Tore benötigen meist mehr Leistungsreserve. Bei Unsicherheit empfiehlt sich eine Beratung.
Oft muss nicht der komplette Antrieb ersetzt werden. Steuerungen und Platinen sind bei vielen Systemen als Ersatzteil verfügbar. Hilfreich sind Marke, Modell und Fotos der Steuerung.
Wenn Sie unsicher sind, welcher Drehtorantrieb zu Ihrer Einbausituation passt, rufen Sie uns gerne an. Wir beraten Sie telefonisch – auch bei komplexeren Anlagen.
Sie können uns auch per E-Mail Fotos und Informationen zusenden:
Auf Wunsch stellen wir Ihnen ein passendes Set inklusive sinnvoller Zusatzkomponenten zusammen und senden Ihnen einen direkten Warenkorblink – damit Sie schnell und sicher das richtige System bestellen können.